Supsy

Datenschutzerklärung

Stand: 2. August 2026

Das Wichtigste vorab

Supsy ist gebaut worden, um keine Telefonnummer zu brauchen. Wir speichern keine Rufnummer, kein Adressbuch und keine Gesprächsinhalte. Ein Gespräch läuft direkt zwischen den beiden Geräten — unser Server sieht, dass verbunden wird, nie was gesagt wird.

Wer dich über einen Draht anruft, bleibt für uns eine anonyme Sitzung ohne Namen. Und wer deinen Link hat, erfährt über uns nichts über dich außer dem Zweck, den du selbst hingeschrieben hast.

1. Verantwortlicher

P&D Abend Media
Bungerstr. 1
66640 Namborn
Deutschland
E-Mail: hello@supsy.to

2. Welche Daten wir verarbeiten

a) Konto

Für die Anmeldung verarbeiten wir deine E-Mail-Adresse und eine zufällige Nutzer-Kennung. Ein Passwort speichern wir nicht — die Anmeldung läuft über einen einmaligen Code oder einen Anmeldedienst.

Meldest du dich über Mit Apple anmelden oder Mit Google anmelden an, erhalten wir vom jeweiligen Anbieter deine E-Mail-Adresse und eine Anmelde-Kennung — sonst nichts. Auf dein Apple- oder Google-Konto haben wir keinen Zugriff.

Wählst du bei Apple „E-Mail verbergen", bekommen wir nur die von Apple erzeugte Weiterleitungsadresse. Deine echte Adresse erfahren wir dann nicht.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

b) Drähte

Zu jedem Draht speichern wir: den Code, den Zweck, den du vergeben hast, die Verfallsregel und ihre Werte, die Zahl der angenommenen Anrufe, deine Zeitzone, optional ein Erreichbarkeitsfenster, die Einstellung, ob ein Anrufer sein Anliegen angeben muss, und ein Länderkürzel des Erstellungsorts.

Codes werden nie wiederverwendet. Abgelaufene und verbrannte Drähte bleiben deshalb mit ihrem Code gespeichert — sonst könnte eine Kennung später an eine andere Person fallen und ein alter Link zu einem Fremden führen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

c) Anrufe

Zu jedem Anruf speichern wir: den betroffenen Draht, eine anonyme Kennung der Gegenseite, den Namen und das Anliegen aus der Vorschalt-Frage, ein Länderkürzel, das aus der IP-Adresse abgeleitet wird, den Ausgang des Anrufs und die Dauer.

Das Länderkürzel ist eine Schätzung und über ein VPN leicht zu verfälschen. Es dient allein der Anzeige („Ruft aus Deutschland an") und keiner Entscheidung.

Die vollständige IP-Adresse der Gegenseite speichern wir nicht. Sie fällt beim Verbindungsaufbau technisch an und wird nur für die Ableitung des Länderkürzels und für Rate-Limits ausgewertet.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO (Missbrauchsabwehr).

d) Sprachnachrichten

Nimmt jemand eine Nachricht auf, wird die Audiodatei bei uns gespeichert und verschlüsselt abgelegt. Lesen kann sie nur der Besitzer des Drahts. Wir hören sie nicht ab und werten sie nicht aus.

Zu jeder Nachricht speichern wir außerdem, warum sie hinterlassen wurde — etwa weil das Erreichbarkeitsfenster geschlossen war oder der Angerufene gerade im Gespräch war. Ohne diesen Vermerk sähe eine Nachricht wie die andere aus.

Nachrichten werden nach der Aufbewahrungsfrist automatisch gelöscht — ohne Supsy Plus nach 14 Tagen, mit Plus nach der Frist, die du im Profil eingestellt hast. Du kannst sie jederzeit vorher selbst löschen; die Aufnahme geht dabei mit.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

e) Bekannte

Wer über einen Draht angerufen hat, erscheint in deiner Liste „Bekannte": mit dem Namen aus der Vorschalt-Frage, der anonymen Sitzungskennung, dem Zeitpunkt und der Zahl der Anrufe. Du kannst Einträge merken oder sperren.

Diese Kennung gehört zur anonymen Sitzung der Gegenseite, nicht zu einer Person. Meldet sie sich neu an oder setzt ihr Gerät zurück, ist sie beim nächsten Mal für uns jemand Neues. Das ist beabsichtigt: Es gibt bewusst keinen dauerhaften Personenbezug.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer nutzbaren Kontaktverwaltung).

f) Kamera und Mikrofon

Die App fragt nach zwei Geräteberechtigungen, jeweils erst dann, wenn du die Funktion benutzt:

Beide Berechtigungen kannst du in den Einstellungen deines Geräts jederzeit zurücknehmen; die jeweilige Funktion steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

g) Push-Nachrichten

Damit dein Gerät bei einem Anruf klingeln und dich über verpasste Anrufe und neue Nachrichten unterrichten kann, speichern wir zu jedem angemeldeten Gerät eine Gerätekennung des Push-Dienstes (Apple bzw. Google), die Plattform und den Zeitpunkt der letzten Anmeldung. Der Inhalt einer Nachricht steht nie in der Push-Zustellung — dort steht nur, dass etwas da ist.

Zum Geräteeintrag gehören außerdem die Sprache der App auf diesem Gerät und der Name des gewählten eingebauten Klingeltons — damit der Weckruf in deiner Sprache erscheint und mit deinem Ton klingelt. Wählst du eine eigene Klingeltondatei vom Gerät, bleibt sie dort; hochgeladen wird sie nie, und an uns geht nur, dass es keiner der eingebauten Töne ist.

Ob dich Mitteilungen über neue Nachrichten und verpasste Anrufe erreichen sollen, entscheidest du unter Profil → Mitteilungen; diese Wahl speichern wir an deinem Konto. Der Weckruf für einen ankommenden Anruf bleibt davon unberührt, da er zur Kernfunktion gehört.

Meldest du dich ab oder deinstallierst die App, wird die Kennung ungültig; wir löschen sie, sobald der Dienst uns das meldet.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

h) Einen Draht per E-Mail versenden

Du kannst einen Draht durch uns per E-Mail versenden lassen, statt ihn aus deinem eigenen Postfach weiterzugeben — so bleibt deine Adresse verborgen. Dazu übermitteln wir die von dir angegebene Empfängeradresse und den Text an unseren E-Mail-Versanddienst.

Die Empfängeradresse speichern und protokollieren wir nicht. Sie wird für den Versand benutzt und danach verworfen; im Protokoll steht nur, dass ein Versand stattgefunden hat. Pro Konto sind zehn solcher Mails je Stunde möglich.

In jeder dieser E-Mails steht ein Link, mit dem der Empfänger künftige Draht-E-Mails abbestellen kann. Wird er benutzt, speichern wir nicht die Adresse selbst, sondern nur einen daraus errechneten, nicht umkehrbaren Prüfwert. Vor jedem Versand wird dieser abgeglichen; steht er auf der Sperrliste, geht keine E-Mail hinaus — auch nicht von anderen Supsy-Nutzern. Eine Liste lesbarer Adressen entsteht dabei nicht.

Als angemeldeter Nutzer kannst du die Sperre für deine eigene Konto-Adresse auch in der App einsehen, setzen und aufheben (Profil → Mitteilungen → Draht-E-Mails an mich).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse daran, ungewollte Post zu unterbinden).

i) Supsy Plus

Kaufst du ein Abonnement, prüft unser Server den Kaufbeleg bei Apple bzw. Google. Zurück kommt, ob das Abonnement gilt, um welches Produkt es sich handelt und bis wann es läuft. Wir speichern daraus nur eine Freischaltung an deinem Konto und das Ablaufdatum.

Zahlungsdaten sehen wir nie. Name, Adresse, Karte und Rechnung liegen ausschließlich beim Store.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

j) Sprachverbindung

Für den Verbindungsaufbau werden zwischen den Geräten technische Verbindungsdaten ausgetauscht; darin sind IP-Adressen enthalten. Diese Daten liegen kurzzeitig auf unserem Server und werden nach zehn Minuten automatisch gelöscht.

Das Gespräch selbst läuft direkt zwischen den Geräten. Nur wenn eine direkte Verbindung am Netzwerk scheitert, wird der Ton über einen Relay-Server (TURN) geleitet. Auch dann wird nichts aufgezeichnet oder mitgehört.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

k) Website supsy.to

Die Website setzt keine Analyse-Cookies und bindet keine fremden Dienste ein. Schriften werden von unserem eigenen Server geladen, nicht von Google. Beim Aufruf eines Draht-Links entsteht eine anonyme Sitzung, die in einem technisch notwendigen Cookie gespeichert wird — ohne sie ließe sich kein Anruf zuordnen.

Rechtsgrundlage: § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG (technisch erforderlich), Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

l) Technische Diagnosedaten in der Einführungsphase

Um die Zuverlässigkeit des Verbindungsaufbaus sicherzustellen, übermittelt die App während der Einführungsphase einzelne technische Ereignismeldungen an unseren Server (etwa „Verbindung aufgebaut"), jeweils mit einer internen Anrufkennung. Gesprächsinhalte, Namen oder Anliegen sind darin nicht enthalten.

Diese Meldungen unterliegen der Löschfrist der Server-Protokolle (siehe Abschnitt 5). Nach Abschluss der Einführungsphase wird diese Verarbeitung eingestellt.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einem zuverlässigen Dienst).

3. Was wir bewusst nicht verarbeiten

4. Empfänger und eingesetzte Dienste

Unsere Server stehen in einem Rechenzentrum in Deutschland. Datenbank, Dateiablage und Anmeldung betreiben wir dort selbst — es gibt keinen großen Cloud-Anbieter, der mitliest.

Weitergegeben wird nur dort, wo es sich technisch nicht vermeiden lässt:

Eine Übermittlung in Drittländer findet nur im Rahmen der Anmelde- und Push-Dienste von Apple und Google statt, auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln bzw. des EU-US Data Privacy Framework.

Wir verkaufen keine Daten und geben keine zu Werbezwecken weiter.

5. Speicherdauer

Löschst du dein Konto, verschwinden Drähte, Anrufverlauf, Nachrichten samt Aufnahmen, Geräteeinträge und das Konto selbst — auch die Codes. Damit endet auch die Aufbewahrung der Codes aus Abschnitt 2 b): Wir behalten nichts, um dich wiederzuerkennen. Dass ein alter Link später zu einem Fremden führt, ist trotzdem praktisch ausgeschlossen — Codes werden zufällig aus rund 5,9 × 1014 Möglichkeiten gezogen, nicht der Reihe nach vergeben.

6. Deine Rechte

Du hast das Recht auf Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 21 DSGVO).

Zwei davon kannst du selbst ausüben, ohne uns zu fragen — in der App unter Profil → Konto:

Für alles Weitere schreib an hello@supsy.to.

Du kannst dich außerdem bei einer Aufsichtsbehörde beschweren. Für uns zuständig ist das Unabhängige Datenschutzzentrum Saarland.

7. Sicherheit

Die Übertragung läuft durchgehend über TLS. Sprachnachrichten liegen verschlüsselt. Der Zugriff auf Drähte, Anrufe und Nachrichten ist auf Dokumentebene an dein Konto gebunden — auch andere Supsy-Nutzer kommen nicht daran.

Ein Draht-Code hat zehn Stellen aus einem Alphabet von 30 Zeichen. Das ergibt rund 5,9 × 1014 Möglichkeiten; Erraten ist praktisch aussichtslos, und Anfragen an die Auflösung sind zusätzlich zahlenmäßig begrenzt.

Ungültige, abgelaufene, verbrannte und gesperrte Codes beantworten wir identisch — sonst ließe sich aus der Antwort ablesen, welche Codes es gibt und wer gesperrt wurde.

8. Kinder

Supsy richtet sich an Personen ab 16 Jahren. Erfahren wir, dass ein Konto einer jüngeren Person ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten gehört, löschen wir es.

9. Änderungen dieser Erklärung

Wir passen diese Erklärung an, wenn sich die Verarbeitung ändert. Die jeweils gültige Fassung findest du in der App und auf supsy.to. Über wesentliche Änderungen informieren wir gesondert.